Denkfehler und wie ich diese vermeiden kann!

Unter einem Denkfehler verstehen wir in der Psychologie eine Fehleinschätzung, einen Irrtum oder eine falsche Schlussfolgerung.
Im täglichen Leben bewerten wir die Ereignisse aufgrund unserer ganz persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen. Durch unsere Brille schauen wir uns unsere Erfahrungen an und kommen immer wieder zu denselben, manchmal leider fehlerhaften Ergebnissen.
Kennst du das auch? Dann lese diesen Artikel und hinterlasse einen Kommentar.
Um Denkfehler zu vermeiden und effektive Lösungen zu finden solltest du folgendes beachten:

1. Meine unausgesprochene Annahme
Wenn wir beginnen von uns auf andere zu schließen sind wir schon voll dabei.
Für manche Menschen ist eine „sichere Arbeitsstelle“ und ein damit vermeintlich regelmäßiger Gehaltseingang sehr wichtig.
Für andere ist ein Selbstbestimmtes Leben das Wichtigste.
Menschen haben ganz unterschiedliche Werte und Prioritäten.
Entsprechend richten diese ihr Leben aus. Bei unausgesprochener Annahme gehen wir einfach davon aus das es ebenso ist wie es ist bzw. wie wir es meinen, dass es ist.

2. Unsere unbewussten Glaubenssätze
Jeder trägt Glaubenssätze mit sich herum, manche bewusst und manche unbewusst.
Im NLP finden wir sehr wirkungsvolle Methoden um hinderliche Glaubenssätze zu bearbeiten und zu verändern.

Auch in Bezug auf Denkfehler verleiten uns Glaubensätze dazu.
Vor allem in unserem Unterbewusstsein tragen wir Überzeugungen die schon lange keine Gültigkeit mehr haben und leiten uns zu falschen Entscheidungen.

3. Unsere willkürlichen Schlussfolgerungen
Dafür gibt es keinen Beweis, doch wir ziehen diese Schlüsse.

Wie in dem Buch von Rolf Dobelli Die Kunst des klaren Denkens beschrieben.
Im Kapitel „The Schwimmer Body Illusion“ beschreibt er sehr gut wie wir durch unsere Schlussfolgerungen immer wieder Denkfehler unterliegen.

So sucht ein Börsenmakler nach einer Möglichkeit abzunehmen.
Er sucht sich verschiedene Sportmöglichkeiten heraus und landet schließlich beim Schwimmen, weil er zuvor Schwimmer beobachtet hat und festgestellt hat, dass diese einen sehr gut trainierten und starken Body haben.

Doch auch hier unterlag er einem Denkfehler. Diese Schwimmer üben diesen Sport aus, weil Sie entsprechenden Voraussetzungen “in diesem Fall so einen Körperbau“ mitbringen.

Ähnliches ist in der Werbung zu beobachten. Hier werben Modells für eine Schönheitscreme. Hier wird Suggeriert das wenn Sie diese Creme benutzen genauso schön werden können wie eben diese Modells.
Allerdings wirbt dieses Modell für diese Creme, weil Sie schon vorher so schön war und Ideal für die Bewerbung dieser Creme ist.

Solche Beispiele gibt es unzählige…

4. Unsere Gewohnheiten
Gehirnforschung und evolutionäre Psychologie zeigen uns wieder und wieder das der Neokortex – also das denkende Gehirn –eine feine Errungenschaft ist, aber wir benutzen es fast immer im Energiesparmodus.
Die Entwicklungsgeschichtlich älteren Hirnregionen prägen unser Verhalten, und zusammen mit dem angeborenen Temperament und mächtigen sozialen Einflüssen lenken sie uns mehr, als uns lieb sein kann. Das führt dazu dass wir auf bereits gespeicherte Lösungen und Erfahrungen zurückgreifen…..
Wenn wir unser Gehirn also nicht antreiben, bleibt es bei einmal gefundenen Lösungen.
Das kann früher sicherlich gut und Sinnvoll gewesen sein. Nur heute eben nicht mehr!

6. Unser eingeschränkte Sichtweise
Das geht wie oben in eine ähnliche Richtung!
Wir halten an einmal bewährten Methoden und Abläufen fest und begründen das entsprechend. Ob das heute noch passt und seine Gültigkeit hat sei dahin gestellt.
10. Unsere selektive Wahrnehmung
Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie unser Gehirn diese Informationen verarbeitet und interpretiert.

Fazit
Trainieren Sie sich gerade in wichtigen Entscheidungen, Gesprächen und bei wichtiger Lektüre, nicht vorzudenken oder bereits nach den ersten Worten Schlussfolgerungen zu ziehen. Seien Sie unvoreingenommen und Vorbehaltlos. So gelingt Ihnen eine optimale Entscheidung.

Teile diesen Beitrag auf Facebook mit deinen Freunden